ist das häufigste Holz für Stiele. Beste Qualität liefern Wiesen-
eschen. Das sind freistehende Bäume mit bester Wasser- und Nährstoff-
versorgung. Sie haben weißes, ins gelbe gehende Holz mit breiten, speckigen Jahresringen.
eignet sich gut für Hackenstiele, da das Holz ausreichend stabil und leichter als Esche ist. Zudem poliert sich das Holz durch die Benutzung und erhält eine glatte Oberfläche. Cremefarbenes Holz.
kleiner Baum am Waldrand, der nur sehr begrenzt vorkommt. Er hat eine dichte Struktur. Das Holz für Hämmer und Beile, da es gut in der Hand liegt und sich durch die Benutzung selbst poliert. Für vielbenutzte Werkzeuge, beugt Schrunden und Schwielen vor. Rötlich braunes Holz.
Das gute Holz kommt aus Hainbuchen-Mischwäldern der schwäbischen Alb. Die zur Haselnussfamilie gehörenden Bäume müssen sich großhungern um gut, sprich – hagebüchen – zu werden. Schnell gewachsenes Holz hat eine zu lockere Struktur im Zellaufbau und ist daher ungeeignet. Weißes Holz, Jahresringe kaum sichtbar, meist nur Scheinspiegel.
Bast ist ein sehr altes Bindematerial, das aus Bäumen gewonnen wird. Bei uns eignet sich die Linde sehr gut dafür.
Entstehung / Holz-Bastaufbau

Aus Sicht des Baumes ist das Kambium der Mittelpunkt. Dies ist eine dünne Zellschicht, in der durch Zellteilung das Wachstum des Baumes stattfindet. Nach innen wächst jährlich ein Jahresring Holz hinzu. Nach außen passiert dasselbe, diese Jahresringe sind sehr dünn und heißen Bast. Ganz außen befindet sich die Borke, die aus aufgeriebenen Bastschichten besteht.


Herstellung von Bindebast

Zur Bastherstellung wird eine Linde entrindet. Dabei spielt die Größe des Baumes keine Rolle. Die Rinde wird komplett unter Wasser gelegt und verbleibt dort für ein bis drei Wochen. Während dieser Zeit löst sich der Klebstoff, der die einzelnen Jahresringe im Bastteil verbindet. Danach muss der Bast kräftig geklopft werden, damit sich die einzelnen Bastschichten voneinander lösen. Lassen sich noch keine Bastfäden abziehen, wartet man noch einige Tage. Je wärmer das Wasser, desto schneller geht es.


Verwendung

Aus den Bastschichten können Schnüre gedreht werden. Auch Bänderflechten ist möglich – daraus lassen sich durch Aufwickeln Schuhsohlen fertigen, ähnlich wie bei Espandrills. Bast kann auch zur Herstellung von Sonnenhüten verwendet werden oder zum Anbinden von Blumen.

In Wasser gelegte Borke zur Lösung des Klebstoffs zwischen den Bastschichten.
Bastschichten nach dem Ablösen von der Borke.
Esche
Linde
Feldahorn
Hainbuche